Dienstag, 22. Juli 2008

Memorabilia - Chapter Four


Cactus


Ich habe gedacht dass es sich noch lohnt einen trinken zu gehen. Die anderen mit denen ich unterwegs war waren schon total besoffen, was mich gewundert hat, da ich zu der Zeit immer bis zum kotzen gesoffen habe. Aber dieses Mal war ich es nicht. Also habe ich sie überredet mit mir noch in den Cactus zu kommen, so hieß damals eine Kneipe am Stadtrand von Soest, wo ich meine halbe Jugend verbracht habe. Heute steht da ein Mehrfamilienhaus für Rentner. Also gingen wir rein und tranken noch sehr lange, und sehr viel. Wir hatten jede Menge Spaß, draußen war es zwar am regnen aber wir waren ja drinnen im Warmen, also hat es uns auch nicht weiter interessiert. Ich hatte grade ein nettes Mädel angesprochen und hielt Small-Talk mit ihr, natürlich mit dem Ziel sie irgendwie ins Bett zu kriegen, als ich Laut meinen Namen hörte. Die Leute mit denen ich damals viel zu tun hatte, wussten das ich mich gerne schlage und mich auch für andere einsetze, daher wusste ich auch halbwegs was da auf mich zukommt. Die Musik war sehr laut, trotzdem hatte ich ganz klar wahrgenommen, dass dieser Schrei aus der Richtung der Tür kahm. Also versuchte ich so schnell wie möglich dahin zu kommen, was sich als extrem schwierig erweisen sollte, da es total voll in dem Laden war. Also rieb ich mich durch die schwitzende und stinkende Menge durch bis zur Tür und ich nahm die Blicke war die mich musterten, da ich zu der Zeit viele Menschen kannte, und auch viele Leute wussten was passieren wird wenn ich so schnell irgendwohin rannte. Ich ging raus und schaute aufgeregt zu allen Seiten und sah wie grade einen Menschentraube in den anliegenden Park verschwand. Hinter zwei Mauern. Es fing wieder an zu regnen und mir knallten die Regentropfen auf den Kopf, innerhalb von Sekunden war ich komplett durchnässt. Ich rannte los, so schnell ich konnte. Ich hörte ganz klar die Pfützen, wo ich reintrat, die der Regen auf dem Boardstein hinterließ. Ich rutschte aus und viel auf das Kopfsteinpflaster dass damals noch als Strasse diente. Ich wollte schnell weiter aber das Pflaster war so rutschig das ich noch zwei oder dreimal ausrutschte, mich aber jedes mal abfangen konnte. Als ich um die Ecke kahm sah ich dass ein damaliger Freund geschubst wurde und getreten. Er viel oft um, da er ja total betrunken war konnte er kaum sein Gleichgewicht halten. Ich fühlte Wut in mir aufsteigen aber ich tat nichts. Ich schaute mir das ganze noch 2 Minuten an, und habe mir gedacht dass sie ihn gleich in Ruhe lassen würden. Dann passierte es, mein Freund viel hin und ich sah wie ihm jemand ins Gesicht trat. Ich war so erschrocken und wütend zugleich. Ich wollte sehen ob er sich bewegt, aber er tat es nicht. Da fiel bei mir eine Klappe, ich rennte los, genau auf den zu der ihn getreten hatte, ich rannte so schnell ich konnte voller Wut aber auch Tierischer Angst. Aber das Adrenalin in meinem Körper war der Sieger. Er stand mit dem Rücken zu mir. Ich sprang hoch und trat ihm direkt in den Rücken. Er fiel um. Durch den Sprung viel auch ich um weil ich auch schon sehr gut dabei war, und mein Gleichgewicht auch nichtmehr das Beste war. Ich stand auf und wärend ich dass tat sah ich wie sich 2 Typen genau vor mir aufbauten, ich wusste das ich jetzt dermaßen auf die Mappe kriegen würde das es sich gewaschen hatte, aber das war mir egal, mir war wichtig dass sie die Finger von meinem Freund liessen. Einer der beiden kahm auf mich zu und Schlug mir genau auf die Nase, es fing sofort an zu bluten und ich konnte fast nichts mehr sehen. Dann merkte ich nur noch wie irgendetwas sehr hartes meine Rippen traf, ich fing an wild um mich zu schlagen ich traf auch etwas, aber ob ich getroffen hatte wusste ich da noch nicht. Ab da wusste ich nichts mehr. Nicht weil ich in Ohnmacht gefallen war, sondern weil ich einfach zu besoffen war. Am nächsten Morgen wachte ich mit höllischen Schmerzen auf, und muss geblutet haben wie ein Schwein da mein ganzen T-Shirt und meine Hose komplett rot waren, meine Handknöchel taten dermaßen weh und waren angeschwollen das ich nicht einmal eine Flasche Wasser ansetzen konnte zu trinken. An dem selben Morgen wurde mir erzählt, dass mein Freund und ich wieder aufgestanden sein, und versuchten die drei so richtig zu vermöbeln, es war nichts neues für uns. Wir hatten Spaß daran uns zu schlagen und anderen weh zu tun. Ob nun mit Grund oder ohne. Aber wir waren nur zu zweit und sehr blau. Ich wurde nach Erzählungen nochmal niedergeschlagen, nachdem ich einen von ihnen trotzallem noch umtreten konnte. Da hatte mein Kollege versucht mich mit einem Ast zu beschützen. Was ihm glücklicher Weise auch gelungen ist. Ich wüsste nicht was mit mir passiert wäre, hätte er es nicht getan. Er rief mich noch am selben Morgen an und bedankte sich bei mir, ich tat das gleiche. Er beendete das Gespräch mit den Worten dass ich sein Freund sei, und dass nur Freunde so etwas für einen tun würden. Ungefähr 1 Jahr später tat eben dieser Freund, der mir die Moral von Freundschaft beibringen wollte, einen Schlimmen Fehler. Er nahm mir meine damalige Freundinn.

2 Kommentare:

Ricky hat gesagt…

Das is hart o.O
kannst echt verdammt gut schreiben =)

Anonym hat gesagt…

verdammt gut und verdammt realistisch...